Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff

Bundesregierung gibt bekannt, dass die geplanten Pflegestudien bis Ende April 2015 beendet sind

Der neue Pflegebegriff, inklusive der neuen Begutachtung, soll gemäß den Aussagen der Bundesregierung und deren Vertretern wie geplant in dieser Wahlperiode umgesetzt werden. Die Ergebnisse der vor gut einem Jahr in Auftrag gegebenen zwei Pflegestudien liegen dem Begleitgremium bis Ende April vor – trotz der Verzögerung des zweiten Modellprojektes.
Das „Gemeinsame Begleitgremium für die beiden Modellprojekte zur Erprobung des Neuen Begutachtungsassessments“ ist unter dem Dach des GKV-Spitzenverband eingerichtet worden. Fachexperten und Praktiker sind sich seit Jahren unlängst einig, dass der Pflegebegriff neu definiert werden muss.
Inwieweit sich der „neue Pflegebegriff“ auf die unterschiedlichen Sozialgesetzgebung auswirkt und ob bzw. inwieweit seitens der Regierung die Absicht besteht, den neuen Pflegebegriff „im SGB I und einheitlich in allen relevanten Sozialgesetzbüchern (SGB XII und SGB IX) sowie im angekündigten Bundesteilhabegesetz zu verankern“, ist bislang ungewiss.
Gemäß den Vorhaben der Bundesregierung soll es in Zukunft mir der neuen Reform nicht mehr drei Pflegestufen, sondern fünf Grade geben. Dadurch soll die Bedürftigkeit exakter einzuordnen sein. Die Differenzierung körperlichen, geistigen und psychischen Beeinträchtigungen entfällt dabei. Im Mittelpunkt der Beurteilung soll künftig der Grad der Selbstständigkeit im Alltag stehen.
Weitere Informationen zur Stellungnahme der Bundesregierung an Springer Medizin (Redaktion Heilberufe) erhalten Sie auf deren Homepage: www.heilberufe-online.de